Nähprojekt 1: Ein Kuscheltier für liebe Menschen

So soll das ganze mal aussehen

Das original

So, nun ist es also soweit: Ich traue mich, noch vor Beginn meines Nähkurses, aus dem Stadium des ständigen Dinge-in-Beutelform-mit Kordel-dran-Nähens in komplexere Gefilde. Um genau zu sein: ich werde ein Kuscheltier für den 1.Geburtstag meines Neffen nähen.

Links sieht man ein Bild, wie das ganze mal ungefähr aussehen soll. Natürlich ist der Weg dorthin sehr genau in der Anleitung im Buch „Frotteetiere einfach selber nähen“ von Petra Täufer beschrieben.

Nun folgt eine genaue Beschreibung meiner Erfahrungen. Setzt euch, das dauert etwas. 🙂

die Einzelteile

 

Als erstes wurde natürlich die Kopiervorlage rausgesucht, kopiert und ausgeschnitten. Wichtig ist hierbei, dass man unbedingt an die Nahtzugabe denkt, die natürlich nicht in die Kopiervorlage eingerechnet wurde. Das wäre ja auch zu leicht. Das führt dazu, dass man nicht versucht auf der Linie auszuschneiden sondern überall noch 0.5cm hinzurechnet und dementsprechen versucht auszuschneiden. Das funktioniert aber nur, wenn man mehrere Kopien angefertigt hat, da die vorlagen zu eng beieinander liegen. Vielleicht liest das hier ja mal jemand vom Verlag, damit das in Zukunft bedacht wird. 🙂 Nachdem dieser Schritt jedoch erfolgreich bewältigt wurde, kann man nun hingehen und die Teile aus den entsprechend angegebenen Stoffen in der ebenfalls angegebenen Häufigkeit zuzuschneiden. Auch hier ist die Nahtzugabe natürlich wichtig.

In einem nächsten Schritt kann man nun hingehen und Pfoten, Füße und Arme an den entsprechenden Stellen zu schließen. Dies ist bei den Füßen und Pfoten jeweils der Halbkreis und bei den Armen die lange Naht an der Seite. Wenn das geschafft ist, näht man sinnigerweise die Pfoten an die Arme an und auch die Ohren kann man zusammen nähen indem man den Frotteeteil und den Baumwollteil auf links aufeinander näht, wobei unten die Naht offen bleibt, um die Ohren nachher umzukrempeln bevor sie in den Kopf eingefügt werden.

Den Kopf zu formen ist schon wirklich kniffelig. Also gut aufpassen. Man nimmt ein Seitenteil und muss dann den Mittelteil einfügen, wobei natürlich auch die Ohren an die richtige Stelle eingefügt werden sollen. Im Buch steht, dass man „Die Ohren einfügen soll, wenn man die Naht schließt“, also Ohren reinlegen, festhalten und dann eine runde (!!!) Naht nähen. Das war mir zu fummelig, daher hab ich das anders gelöst: Man markiert im Kopfteil die Stelle, wo die Ohren angefügt werden sollen mit Stecknadeln und näht dann mit der Maschine erstmal das Mittelteil an ein Seitenteil. Dabei lässt man die vorher markierte Stelle frei. Hier werden dann die Ohren (natürlich richtig rum gekrempelt) später von Hand eingesetzt und festgenäht.  Genauso habe ich es auch bei dem zweiten Seitenteil gemacht. Als der Kopf dann fertig war, sah er schon so aus.

der fertige Kopf

der fertige Kopf

das Gesicht

das Gesicht

Dann wird das Gesicht gestickt. Daran muss ich noch etwas arbeiten. Das nächste Mal nehme ich nicht Zwirn sondern tatsächliches Stickgarn. Dann dürfte das schon etwas lebendiger aussehen.

Wenn das geschafft ist, kommt die wirkliche Herausforderung: Der Körper!!

Zunächst näht man die zwei Körperhälften auf links auf einander. Soweit- so einfach. Dabei lässt man natürlich die entsprechenden Körperöffnungen frei, um Arme, Pfoten und den Kopf einzufügen. Dies alles geschieht im Übrigen ohne Nähmaschine, sondern mit den eigenen zwei Händen. Weshalb man jeden Schritt gut überlegen sollte. 🙂

Nun kommt ein Gedankenexperiment. Wenn man den Körper von links auf rechts drehen muss, damit das Muster richtig erscheint, muss man dann die Arme auf rechts oder links einnähen ??…Naaa. wer weiß es??

Richtig! Man muss die Arme auf Rechts in den Linken Körper einnähen. Warum? Na, weil man die Arme gar nicht mehr krempelt, wenn der Körper auf rechts gekrempelt wurde, denn sonst wären die Arme ja in den Körper versunken. Ja, das hat dann auch nur 2 Fehlversuche gebraucht und insgesamt 2 Stunden einnähen und 1 Stunde auftrennen benötigt, bis auch ich den Dreh dann raus hatte. Aber das ist alles Lehrgeld und nur so entwickelt man sich ja auch weiter. Ich habe mir eine GROSSE Notiz an diese Stelle gemacht, dessen seid versichert. 😉

Wenn also die Arme und Pfoten richtig rum drin sind, kann man den Körper umkrempeln. Als nächstes folgt das Stopfen mit Bastelwatte. Diese wird großzügig in Kopf und Körper eingefügt. Hier wäre nun Gelegenheit ein Glöckchen in den Körper zu legen, damit der Beschenkte seine Eltern in den Wahnsinn treiben kann.

mit Watte gefüllter Kopf und Körper

mit Watte gefüllter Kopf und Körper

Der vorletzte Schritt ist das Annähen des Kopfes an den Körper, was nochmals einiges an Fingerfertigkeit erfordert. Dazu wird zunächst der Kopf  und auch der „Eingang“ vom Körper gekräuselt, damit die Öffnungen kleiner werden. Dann wird der Kopf angesetzt und mit ordentlich vielen Stichen mit dem Körper verbunden, auf dass er nicht mehr von diesem zu trennen sei.

Im Anschluss näht man noch ein Halstuch, dass die kleinen, fiesen Stiche am Hals verdeckt und fertig ist das Kuscheltier.

das fertige Tierchen

das fertige Tierchen

Ich bin schon ordentlich stolz auf dieses Tierchen und hoffe, dass es dem Beschenkten viel Freude macht.

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