Bücher-Fragekiste

Diese Fragen habe ich in einem anderen Blog gefunden und kurzerhand geklaut.:)

1. Ein Buch das jeder gelesen haben sollte

Auf jeden Fall Goethes „Wahlverwandtschaften“. In keinem mir bekannten klassischen Buch wird soviel über das menschliche Wesen und besonders das menschliche Miteinander vermittelt wie in diesem Buch. Es ist von der Sprache her vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber bei weitem nicht so anstrengend wie Goethes „Faust“. In der heutigen Zeit würde das Erzählte als „Seifenoper“ durchgehen, wie man sie tagein-tagaus im Fernsehen beschauen kann, aber natürlich hat Goethe noch seine Kenntnisse des Naturwissenschaftlichen in den Roman eingewebt. Wirklich empfehlenswert, auch wenn´s etwas verstaubt ist. Gebt den alten Büchern eine Chance—sie können gut sein!;)

 2. Das lese ich zur Zeit

Puh…ich lese derzeit aus der Fantasy-Ecke „Weg in die Schatten“ von Brent Weeks. Dabei handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie, die sich um Azoth dreht, der sich als Straßenjunge durchs Leben kämpft und schließlich bei einem Auftragsmörder in die „Lehre“ geht, um sich aus den misslichen Lebensumständen zu befreien. Ist recht spannend geschrieben, aber natürlich eher ´leichte´ Kost, wie man es im Fantasybereich ja häufig findet- was nicht unbedingt abwertend gemeint ist.

Das andere Buch trägt den Titel „Aqua Tm“ von Jean-Marc Ligny. Normalerweise  mache ich einen Bogen um französische Autoren, da sie mir all zu oft selbstverliebt scheinen. Dieses Buch hat mich total umgehauen. Es handelt sich um einen Thriller, der zeitlich nicht verstandtortet ist und bis auf einige technischen Neuerungen in der heutigen Zeit spielen könnte. Kurz zum Plot, ohne groß was zu verraten- ich bin auch erst auf Seite 80 von 400-: In den Niederlanden wird  der Damm zum Ijsselmeer von Fanatikern gesprengt, wodurch eine Flutkatastrophe die Niederlande heimsucht. Auf den folgenden Seiten werden nun die Konsequenzen dieser Tat beleuchtet: wie verhalten sich einzelne Niederländer, wie reagiert die Welt und Hilfsorganisationen und welche Konsequenzen hat das ganze auf die Arbeit von Hilfsorganisationen in anderen Ländern…zum Beispiel in Burkina Faso.  Durch den Umstand, dass jedes Kapitel mit einer Nachrichtenmeldung oder einem Sachartikel beginnt, wird die scheinbare Aktualität geschaffen. Es handelt sich hierbei also um einen Thriller, der im Grunde als „Sachbuch“ durchgehen könnte. Im Fernsehen würde man von „Edutainment“ sprechen.

Ich bin nun wirklich kein Leseanfänger und kann durchaus auch 100 Seiten an einem Abend weg-lesen und dieses Buch ist auch so spannend geschrieben, dass das auch hier möglich wäre. Aber das Thema ist so bedrückend realistisch beschrieben, dass man glauben könnte, es könnte morgen genau so passieren, wenn man sich mit dem Klima beschäftigt hat. Daher kann ich das Buch tatsächlich nur dosiert lesen. Eine eindeutige Leseempfehlung also für dieses Buch, insbesondere für alle, die mal über den Tellerand schauen wollen, wie sich Katastrophen auf weitentfernte Länder auswirken könnten.

3. Dieses Buch hat mich positiv überrascht (warum?)—da muss ich mal überlegen…:-)
4. Dieses Buch hat mich maßlos enttäuscht (warum?)

Also ich habe Harry Potter angefangen zu lesen und fand es ganz witzig, bis dieses Quidditch-gedöns los ging. Was soll sowas in einem Buch? Okay, man hat einen neuen magischen Sport entwickelt…aber ich will doch in einem Buch auch keinen Radiokommentar von´nem Fußballspiel lesen. Das hat mich so genervt, dass ich das Buch meiner Freundin direkt wieder zurück gegeben habe.

Ebenso unlesbar finde ich die Bücher zur „Game of Thrones“-Serie, da ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie man die Namen von Charakteren direkt bei der dritten Nennung abkürzt, ohne das zu erwähnen. Da wird aus Eddard Stark natürlich mal eben Ned…auch wenn Ed viel intuitiver wäre, wie ich finde. Hätte ich die Serie nicht gesehen würde ich das 1. Buch, dass ich mir mal gekauft habe, BEVOR die Serie verfilmt wurde, nicht verstanden. Das ist anundfürsich schon albern, da das Buch ja vor dem Film da war…

Nach dem Sehen der 1. Staffel ist es ja quasi nur noch ein Nachlesen der Serie, was ich jetzt auch wieder unsinnig finde, da die Phantasie nach einem gesehenen Film zumindest bei mir nicht mehr ans Laufen kommt. Ich hab halt jetzte Sansa Stark als genau die Figur im Kopf, die ich in der Serie präsentiert bekomme. Daher werd ich mir die restlichen Bücher einfach sparen….

Ich bin auf die Buchreihe aufmerksam geworden, weil ein Kollege meinte, die Serie „Das Lied von Eis und Feuer“ wäre gigantisch konzipiert und es wäre fast unmöglich, die ganzen Erzählstränge in einem Menschenleben zu Ende zu erzählen. Das ist für einen Literaturwissenschaftler, wie ich es nun mal bin, natürlich total spannend.Von der konzeptionellen Seite her, ist das auch noch immer beeindruckend, aber es hat halt inhaltlich überhaupt nicht gefunkt.
5. Deine liebsten Autoren

Da gibt es soooooo viele. Mal sehen, wer mir da so einfällt:

Tad Williams,
Terry Pratchett,
Johann-Wolfgang-Goethe auf jeden Fall,
Virginia Woolf,
Charlotte Bronte,
Kate Morton
Lucy-Maud Montgomery
6. Dieses Buch sollte verfilmt werden

Auf jeden Fall die Schwerter-Saga von Tad Williams: „der Drachenbeinthron“, „der Abschiedsstein“, „die Nornenkönigin“, „der Engelsturm“. Insgesamt sind das 3400 Seiten auf 4 Bände verteilt und diese Reihe bildet einfach das genialste Fantasy-Abenteuer, dass ich jemals gelesen habe. Ich habe einfach noch nichts gefunden, was ich damit vergleichen könnte. Und auch der so gehypte „Herr der Ringe“ kann da leider nicht heranreichen.
Es geht um den Küchenjungen Simon Mondkalb, der durch unglückliche Verquickungen in den Kampf zweier Brüder um die Macht im Reich Osten Ard verwickelt wird. Diese beiden Brüder sind stereotypischerweise konträr aufgebaut: ein lieber Bruder, der eigentlich nie an die Macht wollte und einer der immer schon wollte und sich mit bösen Mächten eingelassen hat. Und darum baut Tad Williams einen ganzen Kosmos von Sprachen, Feiertagen, Gepflogenheiten und Figuren, die in einem Anhang erklärt werden, ohne- und das möchte ich wirklich unterstreichen- das ganze in eine magisch-glitzernde-übertriebene Geschichte abdriften zu lassen.
Ich weiß noch, dass ich mir den dritten und vierten Band zu meinem 18. Geburtstag gewünscht habe, was noch zu DM-Zeiten gewesen ist. Und diese Reihe hüte ich wie meinen Augapfel und wenn mir nichts besseres in die Hände fällt, ist das mein default-Buch, dass ich ständig noch mal lesen kann und will. Seien wir ehrlich, wie viele Bücher schaffen so was noch in der heutigen Welt?
7. Biografien finde ich…
anstrengend und im Prinzip auch wirklich überflüssig, es sei denn sie handeln von wirklich wichtigen Persönlichkeiten. Was soll mir die Biographie von Boris Becker bringen, der sie nicht selbst schreibt (sonst wäre es ja auch eine Autobiographie..ich weiß!;) ) und der noch dazu alle 10 Jahre eine neue veröffentlicht?  Neee…das ist für mich nur Geldmacherei, aber wem´s gefällt, der soll es lesen. Ich nicht. 🙂

8. Mein allererstes Buch war…

Ich erinner mich an ein paar Bücher aus meiner Kindheit, kann aber nicht sagen, welches davon das erste war, dass ich selbst gelesen habe. Das Buch, was mein Vater immer nachts lesen musste, wenn ich nicht schlafen konnte war “ die grüne Uhr“, ein Buch über die Jahreszeiten und wann was wie wächst und krabbelt.
An die Zeit, in der ich schon selbst lesen konnte, erinner ich mich noch an das „Leselöwen Lesebuch“ und an „Ich bin aber noch gar nicht müde“ vom RoRoRo-Verlag. Und an eine total verknitterte Taschenbuchausgabe der Grimm´schen Märchen, inklusive der platt-deutschen, die ich natürlich damals nicht gelesen habe. 🙂

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