gelesen: „Klammroth“ von Isa Grimm

Als alter Bibliotheksjunkie habe ich mir vor gut 2 Wochen ein Buch ausgesucht, dass auf dem Titel schon recht düster und dunkel daher kam. Auf dem Klappentext stand so was wie: „Die Kinder von Klammroth sind nicht tot. Das Unglück im Tunnel ist schon 20 Jahre her, aber der Tunnel hat Anais nicht vergessen“.

Das klingt doch mal spannend, dachte ich mir und deshalb wanderte das Buch auch in den Korb und schließlich auf den Nachttisch.

Kurzer Plottüberblick: Anais ist im kleinen Gebirgsort KLammroth aufgewachsen und in ihrer Jugend Zeuge eines Unglücks geworden, bei dem mehrere ihrer Schulkollegen qualvoll bei einem großen Unfall in einem Tunnel umgekommen sind. Nun zwingen familiäre Gründe Anais mit ihrer inzwischen 14-jährigen Tochter in diesen Ort zurück zu kehren und es kommt dort zu mysteriösen Begegnungen mit alten Freunden, Feinden, Ärzten und dem Tunnel.

Eingeschränkte Leseempfehlung von mir: Ein bisschen Grusel für den Abend, aber mit ein paar Schwächen.

Soweit so gut. Diejenigen unter euch, die sich noch ihre eigene Meinung zu dem Buch bilden wollen, oder es gar zu Hause haben,sollten nun aufhören zu lesen, da nun meine Einschätzung folgt und da leider auch ein paar Handlungsdetails vorkommen. Also akute Spoilergefahr ab hier.

Wer das Buch schon kennt, darf natürlich besonders gern weiterlesen und seine Meinung in die Kommentare hinterlassen. Das Buch ist an und für sich durchweg spannend geschrieben und ich kann nicht bestreiten, dass es mich das eine oder andere Mal auch echt gegruselt hat. Gerade die Bedrohlichkeit des Tunnels ist wirklich sehr plastisch geschildert worden. Somit könnte man zufrieden sein: eine junge Frau kehrt widerwillig in die Stadt ihrer Jugend zurück, stellt sich mit einigen Verwirrungen und Verwicklungen ihrer Vergangenheit und den Geschehnissen, um das Unglück, an dem sie nicht unschuldig ist..und verlässt das Dorf als freie, erwachsene Frau. Alles ist also wieder gut.

DENKSTE! Nach dem sich Anais mit ihrer Beteiligung an dem Unglück auseinandergesetzt hat, stellt sich eine Art religiöser-mythologischer-Wahn ein und sie gibt sich dem unbändigen Drang hin, sich dem Tunnel und den dortigen „Gespenstern“ opfern zu müssen.  Daher geht sie im „Wahn“ in den Tunnel, der an einer Seite mit einem großen Tor verschlossen ist und auf der anderen Seite mit Betonplatten abgedichtet ist….und weg ist sie!

Ach ja, und 2-3 Jahre später führt ein Polizeibeamter, der das Verschwinden von Anais damals mit erlebt hat, ihre Tochter an die Stelle vor dem Tunnel, wo ihre Mutter verschwunden ist. Und was macht die Tochter? Bricht sie in Tränen aus; ist sie verzweifelt?Nein- sie setzt sich vor das zugewucherte Tunnelende und zückt ihr Handy, um auf einen Anruf ihrer Mutter zu warten. Das ist doch von ner Akte X Folge geklaut, die vor 20384 Jahren nicht gedreht wurde, oder?

Das Ende ist eine solche Katastrophe, dass das die 200 Seiten davor, leider wirklich in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Zu Beginn des Buches würde ich dem Buch von 10 möglichen Punkten 7 Punkte geben, weil es vielversprechend, aber nicht zu überdreht spannend war. Am Ende muss ich das leider auf 4 Punkte runterkürzen, weil das Ende einfach zu hahnebüchend war.

 

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3 Kommentare zu “gelesen: „Klammroth“ von Isa Grimm

  1. Marion sagt:

    Ich gebe zu, es war auf dem virtuellen SuB, dieses Buch. Aber ich glaube, ich lasse es, gell?

    • kaywinnitlee sagt:

      Hey! Jemand hat meine Rezension gelesen…und dann auch noch du, das ist ja besonders schön!:) hmmm heißt dein Bibliothek-Büchersuch-Zettel SuB?;) wenn man das Buch ausleiht beschert es einem nette Stündchen…bei nem Kauf würds mich schon echt ärgern.

  2. […] 2)Isa Grimm: “Klammrath” […]

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