Der Doktor und das liebe Vieh oder „Der Job und die Reaktionen der Umwelt“

Ich muss mir jetzt mal grad Luft machen…denn ich habe nach gut einem Monat der Erwerblosigkeit einen Neuanfang gemacht und arbeit nun 20 Stunden in einer Bäckerei. Also noch nicht ganz, denn ich hab heute nur Probe gearbeitet, ab morgen gibts dann einen Arbeitsvertrag. Aber zurück zum Aufreger:
Natürlich ergibt sich in Gesprächen mit Leuten, die wissen dass ich meine alte Arbeit verloren habe, die Frage nach der aktuellen Arbeitssituation- ist ja legitim.
Beim ersten Gespräch erzählt man noch begeistert: „Ich arbeite jetzt 20 Std in der Bäckerei xy“. Und ich erwarte da tatsächlich sowas wie „Oh. schön, dass du was gefunden hast. Und es scheint dir Spaß zu machen“. Doch weit gefehlt, die Antworten lauten eher „OH, also das unterste vom untersten- sozusagen der Bodensatz“- bezogen auf das Gehalt. Oder „OH, ja aber ohne das jetzt gering reden zu wollen: dafür hättest du aber nicht studieren müssen“. Und mein persönliches Highlight: „Du Arme!“

Ja, natürlich hätte ich dafür nicht studieren müssen. Ich persönlich stelle schon seit 3 Jahren fest, dass ich nicht nur nicht studieren hätte m ü s s s e n, sondern dass ich nicht hätte studieren s o l l e n! Aber muss ich jetzt zu Hause sitzen, meditieren und hoffen, dass ich einen passenden Job in der Liga meines Studiums finde? Nutzt das irgendwem? Wenn ich erstmal 2-3 Jahre aus dem Gewerbe raus bin, dann stellt mich auch keiner mehr auf der Position ein, auf der ich direkt nach dem Studium hätte einsteigen können, wenn sich solche Stellen ergeben hätten. Folglich ist das Studium am heutigen Tage eh vollkommen wumpe! Es ist quasi für Personaler nicht existent und ich versuche das auch nur noch schön zu reden, da ich mich damit arrangiert habe. Warum zum Henker also zuhause Trübsal blasen, anstatt sich umzugucken und Alternativen zu finden. Wie kommt man zu diesen oben genannten Aussagen? Es muss doch auch Leute geben, die Häuser bauen, Straßen pflastern und eben auch solche die Brötchen verkaufen. Ich rechtfertige das schon mit den Worten “ Es ist ja ein ehrbarer Beruf“ und weiß eigentlich gar nicht, warum ich das mache.

Ich war heute beim Probearbeiten mal wieder richtig mit mir im Reinen. Und ich lass mir das nicht von irgendwelchen Trantüten kaputt quatschen!!

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