Ich kann einfach nicht anders….

Es gab in diesem Jahr schon so manche Nachricht, die einen fassungslos da stehen hat lassen. Insbesondere so manche Todesnachricht von entfernten Prominenten, die man eventuell über ihre Werke schätzte: David Bowie, Alan Rickman. Auch ich war von Rickmans Tod durch aus betrübt, weil ich einige Filme mit ihm sehr geschätzt habe, auch wenn ich noch nicht viel vom vielgerühmten Potterschen „Snape“gesehen habe.

Ein Twitter-User kommentierte das mit den Worten :“ 2016 – was willst du noch?!“

Was mich aber wirklich zutiefst betrübt und fassungslos gemacht hat, ist das Ableben von Roger Willemsen.Die großen der Literaturlandschaft sind weg:  Helmuth Karasek, Marcel Reich-Ranicki und auch Dieter Hildebrandt…wen gibt es jetzt noch, der in der Lage  ist so geschliffen,eloquent  und mit einer Liebe zur deutschen Sprache zu formulieren, ohne sich dabei in Selbstdarstellung zu verlieren.

Ohne dass ich natürlich das Vergnügen hatte, ihn persönlich gekannt zu haben, war Herr Willemsen mir immer schrecklich sympathisch. Er wird mir fehlen…die Medienlandschaft hat einen ihrer Größten verloren.

Willemsens Buch „das Hohe Haus“ist einfach fantastisch und sei hiermit noch mal jedem wärmstens empfohlen. Eine entlarvendere Berichterstattung aus dem „hohen Haus“ und dem Politikbetrieb gibt es nicht.

Für diejenigen unter euch, die mit dem Namen Roger Willemsen nichts verbinden, sei folgender 30-Minüter wärmstens empfohlen…

Bauerfeint assistiert-Roger Willemsen

Immer noch fassungslos,

Eure Kaylee

 

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Gedankensplitter: Frauen und die Shopperitis

Frau macht sich ja immer so ihre Gedanken über Gott und die Welt.

Neulich im Gespräch mit einer Arbeitskollegin kamen wir zu dem Schluss, dass „Frauen immer etwas kosten: Zeit oder Geld“. In dem Falle bezog sich das auf den Unterschied zwischen Frau wird von irgendwo abgeholt oder fährt mit dem Taxi.

Entweder bringt Mann das Opfer seiner Zeit und holt Frau ab, oder Frau muss halt Geld für ein Taxi investieren. Aber wenn man den Gedanken mal weiter spinnt, könnte man ja zu ner ganz abgefahrenen Idee kommen: Vielleicht ist der Grund, warum Frauen manchmal wahnhaft neue Klamotten kaufen,  gar nicht primär der, dass sie wirklich neue Sachen brauchen, sondern mehr eine Kompensation für nicht-entgegengebrachte-Zeit und Interesse des Partners?

Ich bin von Shopperitis im allgemeinen sehr selten und wenn, dann hauptsächlich auf Schmuck beschränkt, befallen. Aber wenn man in der Innenstadt mal so auf die Tüten schleppenden Damen achtet, sind das vielleicht nicht alles nur trendaffine Shoppaholics sondern auch Frauen, die damit etwas kompensieren möchten/können/müssen.
Nicht umsonst gehen Frauen ja recht häufig „frustshoppen“ und es gibt die Running-Gags über die „Ich will versuchen,mir keine Schuhe zu kaufen“-Touren von besten Freundinnen.

Durch neue Klamotten steigt natürlich die Chance auch , dass man dem Partner neu auffällt und Komplimente bekommt, die vielleicht sonst in einer Beziehung im Alltag untergehen. „Oh, hast du ein neues Kleid?-Schick.“ kommt ja eher bei neuen Sachen über Manns Lippen, als „Oh hast du wieder den blauen Pulli an?- Der steht dir immer fantastisch.“
Ich will das jetzt auch nicht überpsychologisieren, aber ich find den Gedankengang nicht ganz abwegig. Vielleicht ließe sich so mancher Shoppingrausch und die damit verbundenen Kosten damit „abmildern“, wenn Paare im Alltag aufmerksamer und empathischer miteinander umgingen. Wenn Mann eingreifen würde, wenn Frau im Netz sich Klamotten zusammenshoppt oder erwähnt, dass sie mal wieder dies oder jenes bräuchte. Dann könnte Mann vielleicht mal überlegen, ob man nicht mal essen geht oder ein Blümchen mitbringt….vielleicht ist dann das neue paar Ohringe gar nicht mehr so dringend. Das würde die Partnerschaft bereichern und außerdem die Haushaltskasse schonen.

Was meint ihr dazu? Verrückter Gedankengang oder ein Körnchen Wahrheit?

Eure Kaylee

Gedankensplitter….Warum…

endet beinahe jedes „cool-heute-abend-kein-Termin“-Gefühl vor dem Rechner und wenn man auf die Uhr kommt, ist es schon Zeit ins Bett zu gehen. Ist Mensch denn blöd? Dann steht Mensch in der Küche und denkt sich, „Heiliger…hier könnte man auch mal…“ und „eigentlich wollte ich heute abend ja noch Pfannkuchen machen….für morgen..zum essen..“ . Aber dann ist es schon 10 Uhr und das Bett ruft, um für den nächsten Tag gewappnet zu sein.

Klar kann man auch sinnvoll vor dem Rechner Zeit verbringen und das habe ich heute auch gemacht. Aber sein wir ehrlich das Internet besteht zu weiten Teilen aus Inhalten die 10% der Menschen erschaffen haben und von 90%  nur weiter geteilt, geliked, gepostet werden. Also ist das im grunde ein großes Wiederkäuen von Informationen, Bildern, Fotos.

Und am Ende eines hoffentlich langen Lebens sagt man nicht mehr…“ Ich hatte ein erfülltes Leben. Bin viel gereist und habe viel gesehen und wertvolle Erfahrungen gemacht…“ sondern „ich habe 3883 Mio. Bilder geteilt…und virtuell habe ich war ich in London, paris, Rom ….aber ich erinner mich nicht mehr in welchem Portal.“ .

Trauriger Wechsel von „Ich lebe“ zu „ich like“.

In diesem Sinne gehe ich jetzt Pfannkuchen machen….wenn einen die Erkenntnis schon mit der Bratpfanne erschlägt. 🙂

Frohes Schaffen…vergesst das Leben nicht vor lauter Online sein.

Eure Kaylee

Solidarität mit Netzpolitik.org….aus folgendem Grund :„Leak more documents!“: Meine Rede auf der heutigen Demonstration zu Pressefreiheit und #Landesverrat | netzpolitik.org

Der Vorwurf des Landesverrats gegen Journalisten ist ein weiterer Schlag des Staats gegen die freie Äußerung und Weiterverteilung von Informationen, die den Bürger befähigen, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Es ist natürlich unangenehm, wenn man im heimlichen Hinterzimmer ausklamüsert, dass man den Geheimdienst ausweiten möchte und das dann nicht so geheim bleibt, wie man es  gern hätte. Aber es ist doch maximal verwerflich, seine Bürger nach den Offenbarungen von Snowden und  seinen Bürgern eine weitere Überwachung unterjubeln zu wollen. Und wenn solche Eingriffe in die Privatssphäre durch mutige Menschen publik werden, wird der Landesverrat aus dem Aktenköfferchen geholt, damit man ein Exempel statuieren kann.

Man fragt sich, in welchem Land wir eigentlich leben und warum wir diese Hintergehen nicht mehr monieren und uns zur Wehr setzen!

Anbei die Rede von Andre Meister angesichts des Landesverrats-vorwurfs.

#„Leak more documents!“: Meine Rede auf der heutigen Demonstration zu Pressefreiheit und #Landesverrat | netzpolitik.org.

Es wird ja immer widerlicher, wenn…

man mal genau hinguckt.

„In deutschen Haushalten landen jährlich 45 Millionen Hühner, 230 000 Rinder und 4 Millionen Schweine auf dem Müll. Auch Supermärkte werfen in großen Mengen Fleisch weg, obwohl die “Überschussware” noch haltbar ist.“

Genau Informationen hat der Beitrag vom Bayrischen Rundfunk parat: mediasteak.com/fleisch-fuer-die-tonne-br/

Ich kann mittlerweile  kaum noch verstehen, wie es immer noch Menschen und da vornehmlich Männer gibt, die immer noch diese primitiven Sprüche von „Du isst meinem Essen das Essen weg“ oder etwas eloquenter “ Ich achte auch auf meinen Fleischkonsum“ raushauen. Muss man wirklich mit dem Finger auf die Salami deuten und den Leuten erklären, dass auch das Fleisch ist und nicht nur die Currywurst, der Döner oder das Schnitzel. Klar, wenn man nicht jeden Tag auch noch Fleisch kocht, ist das schon mal was, aber wenn man als Ersatz dafür jeden Tag 5 Salamibrote isst, braucht man mir nicht mit „reflektiertem Fleischkonsum“ zu kommen!

Aber abgesehen vom ganzen Tierleid der Fleischindustrie ist es doch einfach furchtbar, dass andere Länder für unseren Fleischkonsum leiden müssen, weil dort Viehfutter für unseren Massenverzehr gepflanzt wird. Ich kriege das kalte Grausen, wenn ich mir die Wirtschaftsbeziehungen vorstelle; den Weg, den das Futter bis zur Sau zurück gelegt hat; die Pestizide die schon auf dem Futter sind (weil dort andere Schutzbedingungen sind); die Antibiotika, die die Tiere hier noch bekommen, weil sie zu eng gehalten werden und dazu noch die Qualen der Tiere bei der Schlachtung.

Wer kann da noch glauben, dass es ewig so weiter gehen wird?! Wie kann es sein, dass Leute immer noch so verblendet sind und sich von den glücklichen Hühnern und Kühen in der Werbung täuschen lassen?

Was reg ich mich auf! Macht die Augen auf!!!

Der Rassist in uns – Wo fängt Rassismus an?

Hallo ihr lieben!
Diesen Beitrag lege ich euch wärmstens ans Herz. Hier seht ihr mal wie einfach Rassismus funktioniert und welche dusseligen und gefährlichen Vorurteile unseren Alltag prägen und wie verletztend Rassismus auch in kleinen Dosen ist. Es ist bedrückend und entlarvend, aber auch sehr heilsam.  Hoffentlich kommt es durch solche Versuche zum Umdenken in einigen Köpfen, die immernoch“ den Türken“ verurteilen, den Döner gern essen und trotzdem „kein Problem mit Ausländern“ haben.

Daher teile ich diesen Beitrag und würde mich freuen, wenn ihr euch den Beitrag nicht nur selbst anseht, sondern mit euren Freunden und Verwandten drüber sprecht.

Der Rassist in uns – Der Rassist in uns – ZDFmediathek – ZDF Mediathek.

 

 

▶ Max Uthoff liest aus der Bibel | Die Anstalt 3. Februar 2015 – YouTube

Für all die Islamhasser und Nicht-wisser. Jaja..der Koran ist ja so böse…das Christentum ist ja sooo lieb und friedliebend.

Können wir uns vielleicht mal darauf einigen unser Hirn anzumachen und bemerken, dass jede Religion gute und schlechte Seiten hat? Auch die gutmenschen-Religion des aufgeklärten Westens?

 

▶ Max Uthoff liest aus der Bibel | Die Anstalt 3. Februar 2015 – YouTube.

die ARD- ein Lobbysender für Islamfeindlichkeit!

Es ist mal wieder an der Zeit den Finger in eine Wunde zu legen, die wahrscheinlich bei vielen besteht.

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender werden ja nicht müde, den Pegidademos eine Plattform zu geben , in dem sie immer wieder erwähnt werden. Gerade heute natürlich wurde dem Demonstrationsverbot in Dresden die Sendung eröffnet. Die Polizei hat wegen konkreter Terrorwarnungen die Demonstration in Dresden verboten und schwups…haben die Leute plötzlich Angst vor der Beschneidung der Grundrechte. Die Polizei kommt dabei nur ihrer Pflicht nach, Menschenleben zu schützen.Spielen wir doch mal ein bisschen Was-wäre-wenn: Wenn nun die Polizei nichts zu der Terrorwarnung gesagt und auch nicht reagiert hätte und es wären Menschen zu Schaden gekommen, dann wäre der Aufschrei aber richtig groß, wie die Polizei ihre Arbeit so nachlässig machen kann.

Aber ihr Schlauberger der „Das-wird-man-doch-wohl-sagen-dürfen-Grundrechte“-Krakeeler: Dann sind Menschenleben gefährdet und nach den Anschlägen in Paris und anderen Städten, wahrscheinlich sogar Menschen gestorben. Aber Hauptsache ihr hattet euer Räppelchen und konntet euren homophoben Mist „im Namen des Volkes“ weiterstreuen.

Weshalb ich aber auf die Öffentlich-Rechtlichen schimpfen wollte:

Die ARD sendet aus diesem Grund natürlich einen Bericht über die Frage, ob man Flüchtlinge aufnehmen oder abschieben soll. In diesem Bericht werden wohl (laut Einspieler) auch die zum Teil jämmerlichen Zustände in den Flüchtlingsunterkünften dargestellt. Und wann sendet man ein etwas kritischen Bericht zu diesem sensiblen Thema? Natürlich um 23.30 Uhr! Ist ja klar, weil um 20.15 natürlich Reinhold Messner über seine Bergtouren berichten muss. Ist ja klar. Warum sollte man sich mit diesem gesellschaftlich wichtigen Thema zur besten Sendezeit auseinandersetzen. Am Ende denken die Leute noch nach!

Aber natürlich muss die ARD auch dieses „leidliche“ und schwierige Thema mit dieser Islam-geschichte mal angehen. Das macht dann wie so oft Herr Plasberg in seinem „Hart aber Fair“ ganz offen und wertneutral mit dem Titel „Terrorangst in Deutschland“.  Im Anschluss kommt passend dazu ein Bericht über die Elternzeit von Vätern bevor dann ENDLICH der Bericht über die Flüchtlingsunterkünfte kommt.

Jetzt soll mir noch einer erzählen, dass die Öffentlich-REchtlichen Bildungsfernsehen betreiben und ihrem Bildungsauftrag nachkommen. Das ist Ablenkung von den Tatsachen, die keiner bedenken soll. Aber die Islamangst wird sukzessiv geschürt und es werden weiter Feuerchen gestiftet.

Sieht keiner der Verantwortlichen die Gefahr, die hinter dieser Berichterstattung sieht? Wir haben nicht nur die Schere zwischen Arm und Reich, auch zwischen den Kulturen. Und auch wenn Multi-Kulti vielleicht nicht so  geklappt hat, wie es gedacht war, kann man nun nicht mit dem Hammer die Feindlichkeit in die Köpfe prügeln.

 

 

 

 

Passend zu Halloween…

komme ich mit einem Thema, in dem die USA und die EU vorkommen…die aber eher Saures als Süßes bereithalten.

Wer von euch hat schon was von TTIP gehört?

Das hat leider überhaupt nichts mit TCP/IP in der Computervernetzung zu tun, wie ich uninformierter Mensch anfangs dachte. Ich wurde bei einem Gang durch die Dortmunder Innenstadt auf verschiedene Stände und Aktionen aufmerksam, die offenbar Unterschriften dagegen sammelten.

Wenn man sich mal damit beschäftigt, wird einem ganz schwarz vor Augen.

TTIP spricht man übrigens „Tiiitip“ aus und es geht dabei nicht um ein Trinkgeld („tip“ im Englischen), auch wenn der Name es vermuten lassen könnte. Es geht dabei um ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU. Dieses soll den Handel und die Wirtschaft kräftigen. Klingt das nicht wunderbar?Unsere Kanzlerin lässt sich von den versprochenen 0,5 % Wirtschaftswachstum in den nächsten 10 Jahren jedenfalls total blenden.

Ich hätte allerdings auch nicht vermutet, dass jemals ein deutscher Politiker amerika-kritisch UND konsequent handelt. (Beim Abhören des Kanzlerhandy´s gabs ja immerhin ein kurzes Aufstampfen unseres Staatsoberhaupts).

Doch lasst uns erstmal die Grundlagen klären (zusammengefasst von hier) :

Die Transantlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, die auf englisch transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) heißt, wird zwischen den USA und der EU schon seit Juli 2013 ausgehandelt. Was genau dort ausgehandelt wird, ist geheim und das allein sollte schon aufrütteln.( Was wird wohl im geheimen verhandelt…und warum?) Die wenigen Informationen über das Projekt „Freihandelsabkommen“ wurden geleakt und sind nur zugänglich, weil einige wenige diesen Verrat am Volk nicht mit tragen wollen.  Verschiedene politische Richtungen haben schon Kritik an diesem Abkommen geäußert und Aktionsbündnisse wie der BUND, die Grünen und natürlich auch ATTAC haben bereits Unterschriften gesammelt, da eine offizielle Gründung einer Bürgerinitiative abgelehnt wurde. Wer am Ende  dieses Beitrags entsprechende, unterstützende Unterschriften leisten möchte, findet die entsprechenden Links am Ende.

Die großen Probleme, vor denen Befürworter die Augen verschließen sind:

  • die Senkungen der gesetzlichen Gesundheits-, Umwelt-, und Sozialstandards. Da verhandelt man vor Jahrzehnten Umweltschutzauflagen, die nun endlich Wirkung zeigen könnten und verhandelt aber jetzt schon über Auflagen, die diesen wieder entgegen wirken. Denn wer glaubt denn wirklich daran, dass die neuen Auflagen dem Umweltschutz förderlich sind?
  • der Umstand, dass dann UNTERNEHMEN die Länder verklagen können, wenn diese nicht den Vertrieb der entsprechenden Produkte erlauben…bspw. durch nicht an TTIP angepasste Umweltauflagen oder gar Mindestlöhne. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Da lässt man zu, dass ein Konzern bspw. Deutschland verklagt… Es gibt nur zwei Möglichkeiten, warum man das zu lassen sollte: 1) Man hält sich für total angepasst und nickt eh alles durch, was da so kommt. Nach der Devise: wer sich rührt, verliert. 2) Man ist vollkommen realitätsfremd.
  • Zollabbau, denn die Waren und Dienstleistungen und Kapital wechseln ja jetzt schon recht problemlos über den großen Teich. Aber 4-7 % des Handelsvolumens fallen immer noch unter dieses lästige Zollverfahren. Daher soll der Zoll noch weiter eingeschränkt werden…Wer braucht schon Steuereinnahmen?
  • Das wichtigste jedoch sind in meinen Augen die geänderten Lebensmittelstandards, die dann Einzug halten. In der EU werden genveränderte Lebensmittel gekennzeichnet. In den USA wird das nicht nur nicht-gekennzeichnet, sondern dort sind sowieso schon 90 % des Mais, Soja und Zuckerrüben genverändert. Hier ist der Interessensvertreter natürlich Monsanto, der mit seinen wirklich kriminiellen Methoden ganze Kulturgruppen in den Ruin getrieben hat, in dem er sie durch Knebelverträge an sich gebunden hat.  Immerhin hat die Europäische Kommission erklärt, über den Marktzugang von gentechnisch veränderten oder mit Chlor desinfizierten Lebensmitteln nicht zu verhandeln. Wollen wir hoffen, dass dies Bestand hat.
  • Auch das Fracking war im Dezember 2013 Verhandlungsgegenstand der nicht-öffentlichen Verhandlungen.
  • Deregulierung des Finanzsektors
  • Industriestandards: Da mit ihnen die Weichen Richtung Zukunft gestellt werden, geht es bei Standards für Industrie, Handel, Gewerbe und Finanzdienstleistungen vor allem um wirtschaftliche Macht. Einheitliche Standards dürften in den Verhandlungen daher die größte Hürde darstellen. In der Vergangenheit war keine US-Regierung bereit, tiefe Eingriffe in ihre nationalen Souveränitäten, Kultur- und Spezialinteressen zuzulassen.

So, und wenn man sich den letzten Satz zu Gemüte führt, kann doch keinem mehr der Sinn hinter dem Abkommen entgangen sein. Es geht nicht um eine Stärkung der transatlantischen Beziehungen oder gar der Wirtschaft diesseits des Teichs. Es geht darum, die Spezialinteressen des großen Bruders zu unterstützen. Alles andere ist doch nur Augenwischerei…damit wir als EU überhaupt mitmachen. Wenn der Preis stimmt, wird auch die Einfuhr dieses Gen-manipulierte Essen den Weg in den heimischen Kühlschrank finden, weil man die Einfuhrbedingungen gelockert hat. Natürlich nicht, um wirtschaftliche Interessen zu bedienen, sondern mehr Auswahl auf dem Markt zu haben oder welch fadenscheinige Argumentation dann auch immer hervor geholt wird.

Besonders bezeichnend ist auch das Campact 650.000 Unterschriften, die EU-Zustimmung verhindern wollte und die ersten 470.000 Unterschriften schon Sigmar Gabriel überreichte. Dieser kommentierte das mit “ „470.000 Menschen haben gegen etwas unterschrieben, was es noch gar nicht gibt. – Man könne den Eindruck kriegen, als ginge es um Leben und Sterben.“– Gabriel, Berlin 2014

Und ganz genau DAS ist der Fall, wenn man dieses ausschließlich wirtschaftlich geprägte Abkommen ratifiziert. Die Äußerung von Herrn Gabriel zeigt, dass das Begehren von fast 500.000 Menschen in der Regierungsebene nicht mehr als ein müdes Lächeln bewirkt. Schade, aber nicht zu ändern, oder?
DOCH!!! WERDET AKTIV…INFORMIERT EUCH…NUTZT PLATTFORMEN…

http://www.attac.de/ttip

https://www.campact.de/ttip/appell/teilnehmen/