Oha…

ist das hier staubig*hust* Hier hat aber lange keiner mehr was getan, was?!

Zeit das zu ändern.

Ja, also die Volleyballepisode war nun nicht ganz so glorreich, wie ich dachte.  Klar wusste ich noch prinzipiell, wie das Spiel so ging, aber ich war einfach nicht mehr so wendig, wie ich mal war. Daher war ich froh, als ich den Kurs beendet hatte und ich denke auch, dass die anderen ähnlich gedacht haben. Da war ich einfach mal ein kleiner Störfaktor, weil ich mit der Aufstellung nicht klar kam. Wir haben im alten Verein einfach anders gestanden und daher bin ich den anderen ständig in die Quere geraten. Egal, abgehakt. Neues Kapitel!

Ich kann mich mit meiner körperlichen Präsenz seit längerem nicht anfreunden und habe nun Nägel mit Köpfen gemacht. Mein Arbeitgeber bietet ein Betriebseigenes Fitnessstudio an, bei dem ich jetzt schon 4 Wochen „Grundkurs Oder auch Wie bringe ich mich mit den Geräten nicht um?“ absolviert habe, was mich nun berechtigt alleine dort zu trainieren.  Während mein Versuch vor gut 8 Jahren, als alle Welt mit Fitnesstraining anfing, nicht so von Erfolg gekrönt war, weil ich das einfach machen wollte, um möglichst viel Gewicht zu stemmen, ist die Motivation nun eine gänzlich andere: Jenseits der 30 wird die Beweglichkeit und Kondition doch deutlich weniger, wenn man nicht aktiv irgendwas macht. Da ich eine vorwiegend sitzende Tätigkeit ausübe, wie ja die meisten, muss da also was passieren, bevor ich mich in 5 Jahren wie eine über 50 jährige bewege und nix mehr aufn Pinn kriege.

Abgesehen davon, dass ein paar weniger Kilos das Leben im allgemeinen Erleichtern ist es bei mir, wie bei vielen Frauen auch: Ich möchte gern andere Kleidung tragen können. Es muss und wird nicht bauchfrei- keine Sorge. Aber es wäre schön, wenn man nicht nur Säcke und überlanges kaufen muss, um dieses und jenes zu kaschieren und sich dennoch zu fragen, ob da nicht irgendwo irgendwas falsch betont wird.

Daher gehe ich jetzt min. 1 Mal die Woche in die Muckibude und wenn mit der Teufel ganz doll reitet auch noch ein zweites Mal in der gleichen Woche *dramatischeMusik*.

Als wäre das noch nicht Ziel genug, will ich auch endlich mehr Trinken. Also jetzt nicht Alkohol- damit hab ich es eh nicht so. Sondern Wasser. Es kann passieren, dass ich Tagelang nur von 1-2 Tassen Kaffee am Tag lebe und das ist natürlich nicht gesund. Ich hoffe, dass der Sport da auch eine Veränderung des Durstgefühls bewirkt, weil ich im Büro jetzt nicht standardmäßig ins Schwitzen komme und dementsprechend selten wirklich Durst verspüre. Außerdem habe ich irgendwo mal gehört, dass ausreichender Trinkgenuss auch beim Abnehmen helfen soll…*grübel*.

So, das ist also das Ziel für 2017. Ich persönlich denke ja, dass wenn man sich jahrelang das gleiche vornimmt, weil es nicht geklappt hat, dass es dann irgendwann dazu kommt, dass man durchhält, weil man von seiner eigenen Schwäche so gefuxt ist. Daher bin ich guter Dinge!:)

Jetzt wird auf der Waage mit den frischen Batterien (danke an den besten Mann der Welt), der Startwert ermittelt und dann „Ran an den Feind“.

Liebe Grüße, Kaylee

+++UPDATE+++UPDATE+++

Der neue Trainingsplan ist erstellt und ich bin gespannt, was mein Körper morgen abend damit anstellen wird und insbesondere, wie ich mich danach fühlen werde!:) Keine  Angst es gibt keine Details und es wird trainiert nach dem Motto: Geheult wird erst wen´s blutet oder komisch wegsteht. 🙂

 

 

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Alles neu…

…wenn man sich traut.

ich habe grad den letzten Platz in einer Volleyballmannschaft ergattert und fühle mich grad total glücklich. Einfach, weil ich den Entschluss gefasst habe, wieder etwas zu machen, was mir Freude bereitet. Ich habe bereits 7 Jahre Volleyball gespielt und die alte Mannschaft war gut. Ich wollte das ganz lange wieder reaktivieren und meine alte Clique zur Rückkehr bewegen, aber ich hatte keine Chance.

Zu einem neuen Sport konnte ich mich aber auch nicht auffraffen, weil ich mich doch etwas schwer tue mit neuen Leuten ins Gespräch zu kommen, wenn diese sich schon Jahre kennen und auf eine reine Frauenmannschaft hätte ich auch keine Lust.

Immerhin sind jetzt nur die Leute neu und der Sport ist bekannt. Volleyball ist wie Schwimmen, das verlernt man nie! 😀

Ich bin gespannt, was mir diese Erfahrung am Freitag geben wird und wie es sein wird, nach nun mehr 7 Jahren wieder einen Volleyball durch die Halle zu jagen.

 

 

Neues in 2016…

…nur hier…nur mit  Zu-Vorsätzen.

Also erstmal: Frohes neues Jahr für euch alle! Ich wünsche euch allen ein schönes Jahr, dass euch viel Gutes bringt!

Silvestertypisch packt es ja immer mehr und so auch mich, sein Leben „jetzt“ und „von grund auf“ und „sofort“ zu ändern. Und das versuchen die meisten mit Vorsätzen zu Neujahr. Mich treibt immer die Frage um, warum es einen besonderen Stichtag braucht und warum das ausgerechnet Neujahr ist, aber besser so ein komischer Zusammenhang als gar kein Beginn für neue Denkmuster.

Frau´s Vorsatz ist:
Das Kampfgewicht verringern & Beweglicher werden.
Ich sage bewusst nicht „abnehmen“ oder „schlank werden“, denn das liefert gleich so 90-60-90  oder XXS-Vorstellungen mit sich, die ich für ungesund und nebenbei auch nicht sehr realistisch halte. Ich möchte einfach weniger wiegen und mich wohler fühlen. Natürlich ist da auch der Wunsch andere Kleidungsstücke tragen zu können, als ich es jetzt kann. Aber schwerpunktmäßig, will ich mich besser bewegen können und daher muss da einfach was runter. Damit wir wissen, wo wir starten, hab ich mich gewogen und starte die Mission somit bei 74,3 Kg.
Ideen zur Erreichung des Ziels:
Mehr trinken (Wasser, natürlich oder Tee),mehr Gemüse und Obst und weniger Pizza. 🙂
Außerdem wird das ganze unterstützt vom Intensiv Yoga, das ich in meinem alten Kampfkunst studio machen werd. Da ich das KungFu dort kenne, denke ich dass auch das Yoga dort ordentlich knirschen wird. Natürlich wesentlich behutsamer, aber dennoch werde ich meine Muskeln spüren. Das ist auch gut so. Wenn ich dann beweglicher und fitter bin, will ich das KungFu dort auch wieder aufnehmen.

Damit das nicht in Paranoia und Stress ausartet, werde ich den Fortschritt nur alle 3 Monate kontrolieren, in dem ich mich auf die Waage stelle. Wahrscheinlich wäre Messen von Umfängen um Bauch und Taille auch noch hilfreiche Indizien, aber sein wir ehrlich: Ich will mich wohl fühlen und nicht ne Komplettvermessung machen.Wer weiß, vielleicht werd ich auch kleiner, wenn ich abnehme, weil das Fett unter den Fußsohlen sitzt? Die Waage muss also reichen. Machen wir´s nicht zu kompliziert. 🙂

Wie schaut´s bei euch aus…habt ihr Vorsätze oder ist euch das Schnuppe?

🙂

Liebe Grüße,

Kaylee

 

 

 

Wider dem Wegwerfwahn

Ich habe ja schon länger etwas gegen das „brauch ich nicht mehr- schmeiß ich weg“-Denken. In die gleiche Liga fällt übrigens “ Oh, es gibt ein neues Handy/TV. Das Alte tut´s zwar noch, aber das neue ist cooler. Weg mit dem Alten“. Und wir sammeln dann soviel altes Zeugs an, was wir ewig nicht angucken oder benutzen, bis es so viel ist, dass wir es einfach unreflektiert wegwerfen.

Vielleicht gibt es Leute, die eure Sachen, die ihr dann so loswerden wollt gebrauchen können?

Hier habt ihr Anlaufstellen, wenn ihr mal was sinnvoll loswerden wollt:

Alternativ, finde ich, kann man auch bei Freunden fragen, ob sie etwas haben möchten. Ich finde, es ist nichts verwerfliches daran. Viel schändlicher finde ich es, wenn zum Beispiel Lebensmittel einfach in den Müll wandern, wenn man sie nicht brauchen kann oder zu viel gekauft hat.

Solche Lebensmittel-tausch-plattformen gibt es natürlich schon längst im Netz. Ist ja nicht meine Idee.

Das sind ganz großartige Ideen, allerdings natürlich mit Registration und Fahrerei zu Fremden verbunden. Warum aber nicht im Freundeskreis. Zum Beispiel haben mein GöGa und ich ja einen veganen Monat gemacht. Im Anschluss daran, habe ich gedacht, wir verzehren die tierischen Produkte wieder, wenn wir damit fertig sind. Aber tatsächlich ist dem nicht so. Was nun mit der Dose Thunfisch oder der Hühnerbrühe, die ich vorhergekauft hatte ? Heute abend sind wir bei guten Freunden, die kein Problem mit dem Essen von tierischen Produkten haben und ich nehme das jetzt heute abend mal mit, um zu sehen, ob sie es haben möchten.

Teilt eure Sachen mit anderen und werdet dadurch wieder eine Gemeinschaft.

In der heutigen, schnellebigen vernetzten Zeit, wo alles nur einen Klick entfernt zu warten scheint, fehlt es eindeutig an Gemeinschaftsgefühl.  Ja, tut mir leid, nun wird es kurz moralin-gesüßt. Man sitzt vor dem Computer und textet mit mitschnorchelnden What´s app-Geschichten, aber das ersetzt nicht den zwischenmenschlichen Kontakt. Ein Smiley reicht nie an ein echtes menschliches Lachen heran.Egal wie viele da in der Nachricht stehen!!

Redet miteinander, tauscht euch aus, tauscht Sachen, macht Sachen zusammen. Erlebt was…sprach die Bloggerin, die nun auch was erleben geht.

Schöne Grüße und einen schönen 1. Mai wünscht euch,

die Kaylee

Versuch erfolgreich beendet–und nu?

So…nun haben wir den 2.3.2015 und der vegane Monat ist vorbei. Ich kann sagen, dass ich das in der Summe gar nicht so schlimm fand. Das meiste hab ich ja hier schon geschrieben.

Aber eine abschließende Bilanz soll nicht fehlen:

Die vegane Lebensweise des Monats hat mir gezeigt:

  • dass es möglich ist, vegan zu leben
  • die vegane Ernährung sich positiv auf das Gewicht auswirkt. Ich hab innerhalb dieses Monats 3 Kg abgenommen.
  • wie viel ungesundes Zeugs man so „on the fly“ im Vorbeigehen isst und trinkt. Ich hab sonst immer mal was beim Bäcker gekauft, weil es so lecker aussah und ich irgendwie Appetit hatte, aber manchmal auch ohne Hunger. Das fiel jetzt weg und dann kriegt man das mal wieder so in den Blick.

Da wir ja nun als Paar schon gemeinsam in eine Richtung laufen sollten, was die Ernährung angeht, um ein gemeinsames Essen und auch das Kochen zu bewerkstelligen, haben wir natürlich auch über das „Danach“ gesprochen. Unser Konsens ist nun die konsequent vegetarische Ernährung, die auch außerhalb des eigenen Haushalts problemlos durchgeführt werden kann.Vegan wäre moralisch zwar besser, aber schlussendlich doch nicht ohne Komplikationen zu 100% auszuhalten. Wenn uns danach ist oder es sich ergibt, kann man immer noch auf tierisches verzichten und vegan essen. Im Lokal z.B. einen grünen Salat oder beim Büffet halt Beilagen und Gemüse. Das ist ja jedem selbst überlassen. Sollte es aber bei der Großtante Torte geben, für die jemand ewig in der Küche stand oder ich auf einer Party sein, wo es nur Nudelsalat mit Mayo und Würstchen gibt, dann ist das halt an dem Abend mal so.

Das mag in den Ohren der Dauer-Veganern sissi-mäßig nach Ausrede klingen, ist aber nun mal der Weg, den wir jetzt gehen. Ich persönlich finde das schon eine gute Sache. Schließlich nützt jede Schachtel Schinken, die nicht gekauft wird, auch dem Schutz des Tieres und setzt ein Signal. Jeder muss im Rahmen seiner Fähigkeiten handeln. Und besser als jeden Tag n Steak und jeden Morgen Salami zu essen, ist das alle Mal.

Eier und Milch werden wir von alternativen Bezugsquellen holen. Bei uns in der Straße ist ein Bauer, der frische Eier von freilaufenden Hühnern verkauft und ich kenne auch einen Milchbauern, bei dem die Kühe nicht auf Spaltböden vor sich hin verwesen. Wenn wir dann einen Liter Kuhmilch brauchen, dann hol ich den da. Tatsächlich ist der GöGa mit der Hafermilch ganz zufrieden. Also hol ich halt jetzt Hafermilch. Tetrapack ist Tetrapack. 🙂

Ich werde auch weiterhin Aufstriche kaufen und welche selbst herstellen, um einen anderen Geschmack zu bekommen und auch die veganen Rezepte werde ich noch ausprobieren. Ich habe einen ganzen Busch an Rezepten kopiert, die werde ich jetzt auch mal ausprobieren nur halt in größerem Abstand. Ich werde immer mal wieder vegetarische, wie auch vegane Rezepte hier posten, die ihr dann gern nach kochen könnt. 🙂

Soweit von der Probe-Veganer und jetzt Dauer-Vegetarier-Front!:)

Rezepte, Rezepte, Rezepte

Etwas verspätet gibts nun noch wacker die Rezepte für die Süßkartoffel-Wedges mit selbstgemachter Mayo und die Polenta Pizza mit Rucola und Tomaten nachgereicht.

Die Süßkartoffelwedges waren wirklich schmackhaft. Im Prinzip schält man die Süßkartoffeln und schneidet sie entweder in Wedges, also in größere Dreiecke oder, wie ich´s gemacht hab, in etwas dickere Scheiben.  1 Kilo Süßkartoffeln reichen dabei für 2 Personen. Ist das geschehen, rührt man aus 4 EL Olivenöl und 2 EL getrocknete Kräuter (italienisch oder der Provence) eine Marinade zusammen. Mit der werden dann die Wedges eingepinselt- nicht drin liegen lassen, das war nämlich mein Fehler. Lässt man die Wedges in der Marinade liegen, oder gießt gar die ganze Schose auf das Blech, dann werden die Weges pappig und eben nicht knusprig. Also noch mal der richtige Weg: die Wedges einfach einpinseln und dann für 30Min in den 200°C heißen Ofen. Mittlere Einschiebleiste-logisch!

Für die Mayo nimmt man:

  • 100ml Mandelmilch
  • 2 El gepressten Zitronensaft
  • 1 EL Dijonsenf
  • 80ml Olivenöl
  • Salz und Pfeffer.

Das ganze wird zusammengerührt und soll dann sowas wie Mayo ergeben.

Ich schreibe extra „soll“, denn das hat bei mir überhaupt nicht funktioniert. Diese Cremé wurde nicht cremig, sondern blieb so flüssig wie Suppe. Das konnte man auf keinen Fall dippen. Ich habe dann mit Grieß, Schmelzflocken und Mehl versucht, das ganze zu binden, aber es wollte nix werden. Habe das dann unter „ständigen Rühren in den Ausguss geschüttet“(Zitat Otto).

Die Wedges wurden wirklich lecker und wurden sicher auch nicht zum letzten Mal serviert.

Dann gab es noch Polenta Pizza mit Rucola und Tomaten. Um das nachzukochen braucht ihr:

  • 600g Polenta
  • 1 1/2 l Gemüsebrühe
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Sojasoße
  • 12-14 Kirschtomaten
  • 5 Champignons
  • 1 Zucchini
  • ggf. Oliven (ohne Stein)
  • 4 EL Tomatenmark
  • 2 Handvoll Rucola
  • 4EL getr. Oregano

Also erstes die Brühe mit dem Salz und der Sojasoße zum Kochen bringen und dann Oregano und Polenta unterrühren. Die noch mal kurz aufkochen lassen und dann 10 Min ohne Hitze neben dem Herd quellen lassen. Dann wird die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gestrichen und ruht dort 10 Min., um fest zu werden. Währenddessen kann der Ofen schon auf 180° vorgeheizt werden. Das Gemüse wird geputzt und die Tomaten, Pilze und Zucchini in Scheiben geschnitten. Das Tomatenmark kommt als Grundtunke auf die Polenta, die dann mit dem Gemüse belegt wird. Der Rucola hat hier noch Pause auf der Arbeitsplatte….nur Tomaten, Pilze und Zucchini und ggf. die Oliven auf die Pizza legen. Der Spaß kommt dann für 15 Min. in den Ofen und wird da etwa. 15 Min. gebacken. Wenn die Pizza dann fertig ist, kommt der mittlerweile gewaschene Rucola zum Einsatz in dem er großzügig auf die warme Pizza verteilt wird.

Ich kann nur sagen, dass die Pizza vom Prinzip lecker ist, aber ich die Polenta deutlich mehr würzen muss, wenn ich das das nächste Mal mache. Eine Wiederholung wird es sicher geben. Dafür ist sie einfach fix gemacht. Auch gab es diesmal keine Probleme mit der Festigkeit. Die fertige Pizza hätte man durchaus mit der Hand essen können.

Ich wünsche euch guten Hunger beim Nachkochen und bin gespannt auf eure Berichte.

Schon über der Hälfte des Versuchs….und was kommt danach?

Im großen Ganzen ist der Monat ja schon fast rum und natürlich stellt man sich die Frage, was danach werden soll.

Ich habe das schon hin und her überlegt und bin mir noch nicht ganz im Klaren, welche Form es werden wird. Unter Tierrechtsaspekten ist das natürlich die verträglichste Ernährung, die man sich denken kann. Ich bin mir nicht ganz sicher, was an dieser Mangel-Ernährungstheorie dran ist. Es kann sein, dass die Fleischfresser sich damit nur beruhigen, weil sie Tiere für ihre Nahrung töten; andersherum kann es auch sein, dass die Veganer sich die Mangelernährung schön reden.Ich kann das mangels Fachwissen nicht entscheiden und grundsätzlich liegt mir der Grundsatz: jeder wie er denkt, immer sehr nah.

Nach dem Monat kann ich mir vorstellen, in meinem Haushalt relativ vegan zu leben. Also vielleicht den Milchkonsum zu halbieren, nicht 12 Packungen Käse im Kühlschrank zu deponieren und alles mit Sahne und Ei anzudicken und mit Käse zu überbacken. Haben wir zwar vorher auch nicht gemacht, aber vielleicht kann man das noch mal kritisch prüfen.Aber zu Weihnachten möchte ich „vernünftige“ Kekse backen, in die dann auch mal ein Ei kommt. Oder auch in die Torten, die man für Geburtstage backt.Eventuell greift man auch auf Milch vom Bauern im Nachbarort zurück, wenn sich das wegmäßig machen lässt. Dann sieht man die Kühe noch und bekommt frische, unpasteurisierte Milch und Joghurt.

Auch wenn wir mit Freunden Essen gehen, würde ich sicherlich vegetarisch essen, ohne explizit auf ein veganes Lokal zu bestehen. Wir haben im Freundeskreis ein paar Nahrungsmittelunverträgliche, die aus gesundheitlichen Gründen aufpassen müssen. Denen ist die Vorfahrt zu geben, weil es bei unserer Lebensstrategie ja „nur“ um Idealismus geht.

Meine Erfahrung mit dem bisherigen Monat ist, dass mir Arbeitskollegen, Familie und ein paar Freunde zu verstehen gegeben haben, dass sie Vegetarismus ja noch „nachvollziehen“ könnten, aber Veganismus nicht.Das halten die meisten für: ungesund, umständlich, unnatürlich und unspaßig.

Gut, gemäß dem Grundsatz : Mach du was du willst, ich mach was ich will, müssen sie das auch nicht gut finden. War ja auch nicht meine Absicht. Ich will ja niemanden missionieren oder ihm ein schlechtes Gewissen machen. Ich bin sogar bewusst Diskussionen aus dem Weg gegangen, die mit „Tiere sind nun mal zum Essen da“ und „das war schon immer so“ angefangen haben. Interessant wird es aber, dass man sich schon durch stummes Handeln provoziert fühlen kann.

Einfachstes Beispiel aus dem letzen Jahr:

Ich grille seit einigen Jahren recht gemüsereich und hatte auch schon einige „ich bin jetzt Vegetarierin“- phasen. Allerdings war das nicht wirklich von Dauer, wenn es so radikal verkündet wurde.

Da lege ich also meinen Gemüsespieß auf den Grill und prompt kommt „Bist du Vegetarier?“. Die Frage ist ja erstmal nicht schlimm. Ich sage meist: „Naja, ich steh nicht so auf Fleisch und das ist jetzt schon das xte Grillen diesen Sommer.“ Also eigentlich ist das Gespräch dann auch schon vorbei, weil ich ja nix gesagt habe, was irgendwie nach „Du musst das auch machen. Dass du Fleisch isst, finde ich doof. “ geklungen hat. Aber nein. Jedes Mal kommt das Gegenüber mit Sätzen wie: „ich esse ja auch wenig Fleisch“ oder „Ich achte auf artgerechte Haltung“. Wirklich jedes Mal. Ohne dass ich je jemanden bekehren wollte…in anderen Dingen, wie zum Beispiel Sport kann das schon mal vorkommen, aber beim Essen habe ich noch niemanden „vergewohltätigt“. Ist erstaunlich…oder? Da fühlt sich der Fleischesser vom Vegetarier provoziert, sich zu rechtfertigen.

Und ähnlich ist es jetzt auch in diesem Monat. Allerdings steigt die Eskalationsstufe, so dass ich mich jetzt schon für meine nicht vorhandenen Kinder äußern sollte, ob ich dann auch die Kinder vegan ernähren würde. Ich halte es da wie mit der Kirche: Was vielleicht für mich funktioniert, muss für Kinder nicht gut sein. Warum auch über ungelegte Eier sprechen? Auch die Ernährung eines Kindes muss nicht minutiös bis zum 18 Lebensjahr von Ideologien bestimmt werden. Hauptsache- gesund!:)

Unterm Strich ist dieser Monat in sofern lehrreich gewesen, als das man mehr über das nachdenkt, was man zu sich nimmt. Du bist in der Stadt und hast plötzlich Hunger-da wo früher mal eben schnell ne Currywurst runter gewürgt wurde, sucht man jetzt evtl. den veganen Türken auf oder eine Asianudelbar, um dort Nudeln mit Gemüse zu essen. Das macht auf der einen Seite natürlich einen Stadtbummel etwas schwieriger, führt auf der anderen Seite aber wirklich auch radikal dazu, einfach mal festzustellen, wieviel „Mist“ man so im Gehen zu sich nimmt. Die Käsebrötchen, die überbackenen Käsestangen, die buttergetränkten Gebäckwaren, Döner, Pizza, Pommes. Insofern hat dieser Monat schon viel gebracht. 🙂

Meine feste Überzeugung ist NICHT, das jeder jetzt ein vegane Leben beginnen soll, weil es das nonplusultra und völlig ohne Nachteile ist. Das ist es nicht, denn nicht zuletzt ist auch hinter der veganen Lebensweise eine Lobby und ein Markt, der eigene Interessen hat.

Allerdings kann es nicht schaden, wenn man seine eigene Ernährungsweise mal überprüft und auch wenn ich jetzt nicht 100% vegan lebe, sondern nur in Ausschnitten, bilde ich mir ein Einfluss zu haben. Wenn ich sonst 100 l Milch und 15 kg Käse und Wurst im Monat gegessen und getrunken habe und durch gewisse Umstellungen (ich sage bewusst nicht Einschränkungen) nun nur noch 50l und 2kg Käse und Wurst, dann ist doch definitiv weniger gekauft worden und ich denke schon, damit dann als positiven Nebeneffekt auch Tierleben gerettet zu haben.

Es ist natürlich utopisch heute damit anzufangen und zu denken, dass es morgen es keine qualvolle Tierhaltung mehr gibt. Aber wie bei so vielem ist auch dies eine Graswurzelbewegung. Die Zeit wird es bringen.