Solidarität mit Netzpolitik.org….aus folgendem Grund :„Leak more documents!“: Meine Rede auf der heutigen Demonstration zu Pressefreiheit und #Landesverrat | netzpolitik.org

Der Vorwurf des Landesverrats gegen Journalisten ist ein weiterer Schlag des Staats gegen die freie Äußerung und Weiterverteilung von Informationen, die den Bürger befähigen, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Es ist natürlich unangenehm, wenn man im heimlichen Hinterzimmer ausklamüsert, dass man den Geheimdienst ausweiten möchte und das dann nicht so geheim bleibt, wie man es  gern hätte. Aber es ist doch maximal verwerflich, seine Bürger nach den Offenbarungen von Snowden und  seinen Bürgern eine weitere Überwachung unterjubeln zu wollen. Und wenn solche Eingriffe in die Privatssphäre durch mutige Menschen publik werden, wird der Landesverrat aus dem Aktenköfferchen geholt, damit man ein Exempel statuieren kann.

Man fragt sich, in welchem Land wir eigentlich leben und warum wir diese Hintergehen nicht mehr monieren und uns zur Wehr setzen!

Anbei die Rede von Andre Meister angesichts des Landesverrats-vorwurfs.

#„Leak more documents!“: Meine Rede auf der heutigen Demonstration zu Pressefreiheit und #Landesverrat | netzpolitik.org.

Wichtiger Tag heute!

Nicht nur, dass es der Tag vor dem erfundenen Feiertag „Vatertag“ ist, sondern noch viel wichtiger:
WIKILEAKS hat die Protokolle des NSA-Untersuchungsausschusses veröffentlicht. Ganz besonders möchte ich euch die 9. SItzung ans Herz legen, denn dort wird Frank Rieger vom CCC (Chaos-Computer-Club) als Sachverständiger gehört und er drückt sich wirklich klar und verständlich aus, was ja bei vielen Sachverständigen nicht der Fall ist. Ich bete, dass dieser Skandal und auch der Leak dieser Informationen zu mehr Verantwortungsbewusstsein in der Politik und insbesondere den Bürgern dieses Landes gegenüber der „Weltpolizei USA“ führt.

WikiLeaks ist der Segen dieser Zeit und ich finde, Julian Assange und Edward Snowden für ihr Engagement für mehr Ehrlichkeit und Transparenz kann gar nicht genug gedankt werden!!

Eine Klosterstadt aus dem 9.Jahrhundert im 21. Jahrhundert

Eine Klosterstadt aus dem 9.Jahrhundert im 21. Jahrhundert

Ein großartiges Projekt wurde jetzt bei Planet Wissen präsentiert:

Seit 2013 wird der Klosterplan St. Gallen originalgetreu nachgebaut und zwar genau so, wie die Klosteranlage im berühmten Plan aus dem 9. Jahrhundert aufgezeichnet ist. Die Idee dazu hatte der Journalist Bert M. Geurten. Nach dem Vorbild eines Burgnachbaus im französischen Guédelon soll die Klosterstadt in Meßkirch am Bodensee mit den Baumethoden und dem Baumaterial des frühen Mittelalters entstehen. Das Projekt wird von Campus Galli e.V. getragen, einem eingetragenen Verein, der mithilfe öffentlicher Zuschüsse das Bauvorhaben begonnen hat. Im April 2014 soll zunächst die Klosterkirche aus Holz gebaut werden. Für das Projekt wurden 24 Hektar Land in Meßkirch gepachtet. In 19 Stationen sollen die verschiedenen Handwerker ihre Arbeit verrichten, so wie man das im frühen Mittelalter tat. Das gesamte Baumaterial und Werkzeug wird selbst hergestellt. Selbst das Eisen wird aus dem Bohnenerz vor Ort gewonnen. Die Baustelle kann von den Besuchern gegen Bezahlung besichtigt werden. Auch das aktive Mitbauen der Besucher wird im künftigen Campus Galli möglich sein.Die gesamte Bauzeit für das Kloster beträgt etwa 40 Jahre.

Das ist doch eine großartige Sache: Ein naturgetreuer Neubau einer alten Klosterstadt zum Erleben und Anfassen, ohne dass man ständig auf Glaskästen starrt, hinter denen wirklich alte Mauern lagern. Finde ich wunderbar. Wenn das mal richtig im Gange ist, werd ich meine bessere Hälfte sicher mal dahin schleifen. 🙂 40 Jahre find ich unter den Gegebenheiten mit alten Hilfsmitteln schon sehr optimistisch, aber die Organisatoren werden das schon für die Zuschüsse ordentlich durchgeplant haben.Ein ähnliches Projekt gibt (gab?) es auch schon in Frankreich, wie ich auf ARTE mal gesehen habe. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das mittlerweile abgeschlossen ist, oder beendet werden musste, weil Mittel fehlten. Hoffen wir, dass die Zuschüsse nicht plötzlich für andere Projekte vergeben werden und dann die Baustelle auf ewig eine Baustelle bleibt, die dann auch niemand mehr besichtigen darf.
Ist sicher auch für Mittelalterfans spannend und vielleicht lässt sich das ganze dann auch in diese Richtung „vermarkten“, wenn das möglich ist. Spannend!